orientalischer Tanz in der Rückbildungsphase

 

taenzerinSchwangerschaft und Geburt sind eine anstrengende und aufregende Zeit. Die erste Zeit nach der Geburt sollte der jungen Mutter daher dazu dienen, sich zu erholen und sich an das Baby und die neue Aufgabe zu gewöhnen.
Doch steht nun auch die Phase der "Rückbildung" an. Während der Schwangerschaft haben sich die Bänder gelockert, die Muskeln - insbesondere des Bauches - mußten sich dem stetig wachsenden Bauchumfang anpassen. Besonders deutlich wird das am Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskulatur, der sogenannten Rektusdiastase, die sich jedoch normalerweise im Verlauf der Rückbildung wieder schließt. Die Gebärmutter selbst muß sich erst allmählich wieder auf ihre ursprüngliche Größe zurückbilden. Und auch der Beckenboden, der ja während der Schwangerschaft das zusätzliche Gewicht von Fruchtwasser, Plazenta und Baby zu tragen hatte, muß nun wieder trainiert werden um seine Aufgaben erfüllen zu können.
In der Rückbildungsphase ist es daher sehr wichtig, den Körper sanft zu trainieren, die beanspruchten Muskeln zu straffen und aufzubauen und vor allem auch Muskeln, die nun öfter und stärker beansprucht werden als vor der Schwangerschaft zu kräftigen. Hierzu zählen z.B. die Schulter-, Rücken- und Armmuskulatur, die nun durch das Tragen des Babys oft stark beansprucht werden. Es gibt spezielle Rückbildungskurse, die von Hebammen geleitet werden und deren Kosten auch von den Krankenkassen übernommen werden. Doch sind diese Kurse zeitlich begrenzt und die Rückbildung ist nach Beendigung des Kurses oft noch nicht vollständig abgeschlossen.
Eine Möglichkeit, dauerhaft auch nach den regulären Rückbildungskursen aktiv etwas für mehr Fitness, einen gesunden Beckenboden, starke Muskulatur und eine gute Haltung zu tun ist der orientalische Tanz.

  • Anders als in der Schwangerschaft ist der orientalische Tanz nun nicht mehr nur ein "Tanz des Bauches". Der ganze Körper ist in Bewegung und wird so trainiert. Die in den letzen Schwangerschaftsmonaten verlorengegangene Beweglichkeit wird so auf einfache Art wiedererlangt.
  • Bauchtanz führt zu einer aufrechten Körperhaltung mit den damit verbundenen Vorteilen wie weniger Rückenschmerzen, verbesserte Atmung - und nicht zuletzt strahlt eine aufrechte Haltung auch mehr Selbstvertrauen aus!
  • Typisch für den orientalischen Tanz sind Isolationen. Das Becken wird bewegt während der Oberkörper ruhig bleibt (bzw. auch umgekehrt). Hierbei ist der "inaktive" Körperabschnitt jedoch nicht passiv. Die Isolation wird durch eine Grundspannung in der Tiefenmuskulatur erreicht, die so auf sanfte Art und Weise die Muskeln kräftigt und trainiert. Dies macht sich nach einiger Zeit auch durch eine Straffung der Figur bemerkbar!
  • Waren in der Schwangerschaft noch einige Bewegungen aufgrund ihrer wehenfördernden Wirkung verboten, so kann nun in der Rückbildungsphase nach Lust und Laune mit Becken und Oberkörper gerollt, gekippt, gewippt, getwistet und geschoben werden. Die Bewegungsmöglichkeiten sind praktisch unbegrenzt.
  • Die Arm- und Schulterbewegungen des Bauchtanzes lockern Verspannungen der Muskulatur im Schulterbereich, die durch die einseitige Stillhaltung und nicht rückengerechtes Tragen des Babys entstehen können. 
  • Bauchtanz ist ein ideales Beckenbodentraining.
  • Man braucht keinen Partner und kann immer und überall tanzen.
  • Tanzen entspannt und macht glücklich - davon profitieren auch das Baby und der Partner!

Jedoch nicht nur während der Rückbildungsphase hat der Bauchtanz die oben genannten positiven Effekte. Der orientalische Tanz ist ein ideales Ganzkörpertraining, das zu einem verbesserten Körpergefühl führt.
Es gibt keine Altersgrenzen, es gibt kein "zu dick" oder "zu dünn"! Der Spaß und die Freude an der Bewegung und am Kennenlernen des eigenen Körpers stehen im Vordergrund!
Außerdem sollte jede Frau ihren Beckenboden "kennen" und regelmäßig trainieren um so den unangenehmen Folgen eines schwachen Beckenbodens wie Gebärmuttersenkung oder Inkontinenz vorzubeugen!

 

 

 

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